Geldanlage in Gold - die konservative Geldanlage für ein diversifiziertes Depot Alan Greenspan, der ehemalige, aber immer noch bekannte Chef der amerikanischen Notenbank Fed sagte einmal: Wenn es mal wirklich hart auf hart kommt, wird Papiergeld von keinem mehr akzeptiert. Gold aber immer.
Also dann mal gleich das Sparbuch auflösen und rein ins Metall? Ob das so eine gute Idee ist, wollen wir hier prüfen.
Gold ist knapp, und die Förderung ist mit nur 2500 Tonnen aus den Minen der Welt eher als mickrig zu bezeichnen. Trotz dieses Mangels ist der Goldpreis alles andere als stabil und führt keineswegs immer nur bergauf. Bevor er 2008 auf den bis dahin höchsten Stand seit 18 Jahren anstieg, gönnte er sich einen 21 Jahre dauernden Absturz, der von 1980 bis 2001 dauerte. Es scheint, als sei der Goldpreis irgendwie umgekehrt an den Dollar gekoppelt, denn wenn dieser fällt, steigt der Wert des glänzenden Metalls. Aber selbst die Tatsache, dass ein aus allen Goldvorräten hergestellter Würfel nur eine Kantenlänge von 20 Metern hätte, 153.000 Tonnen wiegen würde und zwei Billionen Euro Wert wäre, ist keine Garantie für Gewinnsuchende.
Natürlich gibt es Argumente dafür, Gold zu horten, denn gerade in Zeiten, da der Dollar in die Knie geht, bietet das Gold eine Währungsabsicherung. Das macht aber nur bei Anlagen in US-Dollar Sinn. Und da Gold nicht so stark von der Inflation betroffen ist wie eine Währung, bietet sich mit der Anlage ein unübertrefflicher Inflationsschutz an. Auch zur Risikostreuung ist ein Goldschatz im Tresor ein wenig geeignet, denn der Goldpreis entwickelt sich unabhängig von Aktien und Renten. Doch trotz der genannten Vorzüge sollte eine Geldanlage in Gold gut überlegt sein, auch wenn der Gedanke der Krisensicherung dahinter steht.
Was spricht also gegen eine Geldanlage in Gold? Eine Geldanlage in Goldbarren und Münzen bringt keine Zinsen, eben genauso wenig wie die Kette am Hals oder das Armband am Handgelenk. Wer trotzdem Angst vor Krisen hat, sollte bedenken, dass er sich mit seinem Goldrausch gegen einen sehr unwahrscheinlichen Fall absichert. Außer Gold, Arbeitskraft und gehorteten Lebensmitteln dürfte dann nichts mehr zählen, und neben dem Edelmetall im Bunker sollten dann Tausende Dosen Eingemachtes vorhanden sein. Sicher ist sicher.
Da Gold ein Rohstoff ist, regeln Angebot und Nachfrage den Preis. Das Heer der Spekulanten tut sein Übriges dazu. Wir Europäer haben obendrein ein Währungsrisiko zu bewältigen, weil das Gold mit Dollar je Unze angegeben wird. Viele haben daher in der Vergangenheit ordentlich Geld vernichtet und obendrein auf Zinsen verzichtet. Ein wahrlich schlechtes Geschäft.
Gleiches gilt auch für andere Metalle, denn die früher mal gängige Regel, dass Inflationserwartungen einen Anstieg der Edelmetalle verursachen, ist längst überholt. Es stellt sich die Frage, ob die Verwendung der Edelmetalle auch weiterhin so gehandhabt wird wie bisher, denn wie lange Platin noch für Katalysatoren benötigt wird, und ob Gold neben dem Einsatz in der Schmuckindustrie noch für Elektronik und Plomben herhalten muss, ist fraglich.
Nachdenken ist schon beim Kauf angesagt: Wer Goldbarren, Münzen u. ä. ersteht, bekommt dieses nicht Brutto für Netto, und wer sich trotzdem an dem Glitzern erfreuen möchte, wird regelrecht zur Ader gelassen. So sind Aufschläge zwischen 2,5 % und mehr als 10 % auf den reinen Materialwert Gang und Gäbe. Das gilt aber nur für größere Mengen. Wer sich mit kleinen Einheiten (kleine Goldbarren und Goldmünzen in Unzenformat) zufrieden gibt, muss oft zwischen 20 % und 25 % mehr berappen als beim Kauf von Kilobarren.
Soll der Privatanleger nun auf seinen Spaß verzichten? Wir raten: Ja, zumindest wenn es um die physische Form der Anlage geht, denn die muss ja auch noch sicher gelagert werden. Besser zu handhaben und günstiger sind Goldzertifikate, denn diese werden wie Wertpapiere gehandelt und bilden die Preisschwankungen des Goldes. Hier empfehlen sich so genannte Endloszertifikate, damit zum Ende der Laufzeit nicht wieder neue gekauft werden müssen. Dennoch muss auch hier klar sein, dass in Dollar gehandelt wird und wie beim Barren das Währungsrisiko hinzukommt.
Fazit: Wenn schon Gold, dann wirklich nur als Stabilisator im Depot und nicht mehr als 5-10% der gesamten Geldanlage. Setzen Sie auf Goldminenaktien oder Goldzertifikate, bevor sie die schweren Barren heim schleppen.
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Geldanlage in Gold: Wenn schon Geldanlage in Gold, dann wirklich nur als Stabilisator im Depot. Setzen Sie besser auch auf Goldminenaktien oder Goldzertifikate, bevor sie die schweren Goldbarren heim schleppen.
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| Wenn schon Geldanlage in Gold, dann wirklich nur als Stabilisator im Depot. Setzen Sie besser auch auf Goldminenaktien oder Goldzertifikate, bevor sie die schweren Goldbarren heim schleppen.
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